Während des preußischen Kulturkampfs gründete der Weltpriester Arnold Janssen am 8. September 1875 in Steyl (Niederlande) für die deutschsprachigen Länder und Holland das erste deutsche Missionsseminar. Aus ihm erwuchs die Gesellschaft des Göttlichen Wortes, deren Mitglieder im deutschen Sprachraum nach ihrer Herkunft "Steyler Missionare" genannt werden.
Bei der Einweihung des Missionshauses nannte Arnold Janssen als Zweck seiner Gründung die Verbreitung des Evangeliums in den auswärtigen Missionen und die Heranbildung von Missionaren. In der Ausbildung der künftigen Missionare legte er neben den philosophisch-theologischen Studien großes Gewicht auf die Naturwissenschaften und auf die Völker- und Sprachenkunde.
Die Gesellschaft des Göttlichen Wortes weiß sich als missionarische Ordensgemeinschaft zuerst und vor allem der Sendung der Kirche zu allen Völkern verpflichtet. In der Treue zur ursprünglichen Absicht ihres Gründers erfüllt sie den Sendungsauftrag der Kirche in über 50 Ländern in fünf Kontinenten. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sind neben der Erstverkündigung, dem Aufbau neuer christlichen Gemeinden und der Ausbildung von Missionaren der Einsatz im sozialen und schulischen Bereich und die Pflege der Wissenschaft in Universitäten und anderen Institutionen.
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